Die ganze Welt redet über Griechenland

Nach dem mit "Nein" verabschiedetem Referendum am 05. Juli wurde die harte Linie Tsipras gegen die von den Gläubigern geforderten Reformen vom griechischen Volk untermauert. Der Markt reagierte empfindlich auf die Neuigkeit, hat sich aber wieder fangen können, nachdem von griechischer Seite Reformvorschläge in Brüssel eingereicht worden sind. Nach der anfänglich geringen Kompromissbereitschaft der griechischen Unterhändler beinhalten die neuen Vorschläge Reformen des Renten- und Steuersystems sowie des Arbeitsmarktes und gezielte Privatisierungen. Über ein mögliches Ausscheiden oder einen Staatsbankrott Griechenlands im Euro lässt sich dennoch kein Urteil bilden. Die Folgen eines möglichen Vertrauensverlustes in den Währungsraum wären nicht absehbar und könnten für südliche Länder zu einem radikalen Anstieg der Finanzierungskosten am Kapitalmarkt führen.

Die geschilderte Situation macht eine stärkere Risikominimierung und defensive Umstrukturierung der NFS ETF Musterportfolios unabdinglich. Trotz einer langfristigen Orientierung kam es zu einer Neuallokation, um potentielle kurzfristige Kursrückgänge bestmöglich immunisieren zu können.

Zum Stichtag, dem 2. Juli, kam es zu einer Portfolioänderung in den NFS ETF Portfolios "Defensiv", "Moderat" und "Offensiv".

Die Allokation wurde hingehend verändert, dass anteilig 25% der bisherigen Positionen veräußert wurden, um 10% des iShares eb.rexx Money Market UCITS ETF sowie 15% des iSHares eb.rexx Government Germany UCITS ETF neu im Portfolio aufzunehmen. Diese investieren größtenteils in den deutschen Rentenmarkt und bieten daher eine stabile Basis gegen unvorhersehbare Schocks am Kapitalmarkt. Bei einer Beruhigung der wirtschaftlichen Lage, speziell der Frage um die Zukunft Griechenlands in Europa, werden die Portfolios wieder auf standardmäßige Allokationen angepasst.

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